Technische Einsatzleitung Nord zieht Jahresbilanz
(mt) Zur Jahreshauptversammlung hatte der Leiter der Technischen Einsatzleitung Brandschutzabschnitt Nord (TEL Nord) des Landkreises Diepholz Michael Meyer die 29 Mitglieder ins Feuerwehrhaus Stuhr geladen. Neben diesen waren auch der Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung Klaus Speckmann, Abschnittsleiter Michael Wessels, der Leiter der TEL Süd Andre Neumann, sowie der Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Stuhr Werner Heinken der Einladung gefolgt. Meyer ging in seinem Jahr auf das Geschehen 2009 ein. Neben zwei großen Einsatzübungen, eine auf dem Flughafen Bremen und eine auf dem Fliegerhorst in Diepholz , war die TEL im Januar 2009 auch beim einem echten Einsatz, nämlich dem Brand des Feuerwehrhauses in Syke, gefordert worden. Zusammen mit dem Übungsdienst, den Workshops und Lehrgängen kamen so 2009 insgesamt 962 Stunden zusammen. Nicht mitgerechnet sind dabei die 10 Tage Zeltlagerdienst in Bramstedt bei dem die TEL Nord durchgehend mit 10 Kameraden vor Ort gewesen war.
Ein Problem, das bereits im letzten Jahr Thema gewesen war, ist der stark begrenzte Einzugsbereich der Mitglieder der TEL. Waren es im Jahr 2008 noch ausschließlich Mitglieder aus der Gemeinde Stuhr gewesen, hatte man in 2009 immerhin einen Kameraden aus dem Stadtgebiet Syke dazugewinnen können. Im Falle eines Großeinsatzes auf Stuhrer Gemeindegebiet könnte die Doppelfunktion der Kameraden aus der Gemeinde Stuhr zu einem Problem werden. Schließlich können Sie Ihre Einsatzkraft nur der Ortsfeuerwehr oder der TEL zur Verfügung stellen. Deshalb will man sich auch weiter um die Rekrutierung anderer Kameraden aus den Gemeinden Weyhe und Bruchhausen-Vilsen, sowie den Städten Syke, Twistringen und Bassum bemühen. Dabei setze man vor allem auf die Mundpropaganda und ist z.B. bei Sprechfunkerlehrgängen beteiligt, erklärte Michael Meyer auf Nachfrage. Schließlich ist dieser Lehrgang eine gute Voraussetzung für die Mitarbeit in der technischen Einsatzleitung. Die große Entfernung zwischen Wohnort und Standort der Fahrzeuge der TEL spielt für die Arbeit im Einsatzfall übrigens nur eine nachgelagerte Rolle. Die Einsatzkräfte arbeiten bei der Alarmierung mit einem Rückmeldesystem. Dadurch weiß der Leiter immer wie viel Personal ihm an der Einsatzstelle zur Verfügung stehen wird. Die Kameraden könnten sich dann ggf. direkt zum Einsatzort bewegen und dort mit den Kameraden aus Stuhr zusammentreffen.
Klaus Speckmann ging in seinen Grußworten auf die Entwicklungen im Katastrophenschutz und bei der Unterstützung bei Großschadenslagen ein. Er sagte, man sei inzwischen wieder auf einem guten Weg. Vor einigen Jahren sah es noch ganz anders aus. Viele Bereiche werden wieder von motivierten Kräften ausgefüllt, so auch die technischen Einsatzleitungen, aber auch z.B. der Stab HVB im Gebäude der Leitstelle. Er zeigte am Beispiel des Sturmtiefs „Daisy“ und der damit verbundenen Lage im Nordosten der Bundesrepublik, wie schnell sich auch Wetterlagen zu Großschadenslagen entwickeln können und damit einen massiven Einsatz von Feuerwehr und anderen Hilfskräften nötig machen. „In diesem Fall sind wir haarscharf daran vorbei geschrammt, dass kann aber beim nächsten Mal auch ganz anders kommen“, so Speckmann. Er dankte den Feuerwehrkameradenabschließend für die zusätzlichen Stunden, die sie für diese Tätigkeit aufbringen.
Andre Neumann überbrachte die besten Grüße von der „südlichen“ Partnereinheit und bedankte für sich vor allem für die tolle und Kameradschaftliche Zusammenarbeit, z.B. bei der Ausrichtung der gemeinsamen Funk- und Fahrübung. „Am 11.03. sehen wir uns dann ja schon wieder zu diesem Event, dieses Mal sind wir dran mit der Ausarbeitung“, sagte er. Ebenso bedankte er sich für die Beistellung des Motorrades des TEL Nord, dass die Kameraden aus dem Süden bei der Veranstaltung „Feuerwehr bewegt“ in Celle zur Begleitung einer Fahrradtour genutzt hatten. Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit und hoffe auf einen Besuch im Zeltlager, dass in diesem Jahr in Wagenfeld Ströhen stattfinden wird.
Um 20.33 konnte Meyer die Versammlung beenden und lud die Mitglieder noch ein, zum gemeinsamen Essen zu bleiben.