Kreisausbilder aus dem Nordkreis ziehen Jahresbilanz
Erneut steigende Teilnehmerzahlen bei der Feuerwehr-Ausbildung
Barrien. (ft) „Die Ausbildung unserer Feuerwehren im Landkreis Diepholz gilt als Erfolgsmodell und Vorzeigeobjekt. Was sie hier leisten, verdient besondere Anerkennung“, freute sich Klaus Speckmann. Die vielfältigen Angebote seien auf einem sehr hohen Niveau und im Vergleich mit anderen Landkreisen vorzeigbar und vorbildlich, so der zuständige Fachdienstleiter des Landkreises Diepholz. „Obwohl wir eine sehr hohe Lehrgangszuteilung sicherstellen konnten, war es nicht möglich, allen Ausbildungsinteressierten Lehrgangsplätze anbieten. Das spricht zwar für die optimale Auslastung und hohe Qualität der Aus– und Weiterbildungsangebote; zeigt aber auch, dass die räumliche und personelle Belastungsgrenze erreicht ist“, so Kreisausbildungsleiter „Nord“ Hartmut Specht (Brinkum) über die Ausbildungssituation der Feuerwehrleute im Landkreis Diepholz. Insgesamt 52 Ausbilder engagieren sich ehrenamtlich, um dem Nachwuchs das Rüstzeug für die tägliche Einsatzarbeit zu geben. Durch die vielen Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen seien die Einsatzkräfte auf einem sehr hohen Wissensniveau. Gleichwohl stoße man mit mittlerweile über 1400 Lehrgangs- und Seminarteilnehmern jährlich an die Grenzen, betonte Specht anlässlich der Dienstbesprechung der Kreisausbilder in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Barrien. Zwei Lehrgänge mit voraussichtlich 63 Plätzen für neu eingetretene Feuerwehrleute werden im laufenden Jahr im Bereich der Grundausbildung angeboten. Auch Abschnittsleiter Michael Wessels (Twistringen) zeigte sich angesichts der Rekordbeteiligung von 1427 (Vorjahr: 1290) Teilnehmern im Jahre 2010 und einem hohen Qualitätsniveau sehr zufrieden mit den Ausbildungsaktivitäten in „seinem“ Brandschutzabschnitt Nord. Dazu gehören die Feuerwehren der Gemeinden Stuhr und Weyhe, der Städte Bassum, Syke und Twistringen sowie der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen.
Anlässlich der Dienstbesprechung der Kreisausbilder in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Barrien zogen die Anwesenden am 06.01.2011 eine positive Bilanz. Specht berichtete von einer optimalen Auslastung der Bildungsstätte. Insgesamt 683 Feuerwehrleute - soviel wie noch nie - besuchten die angebotenen Lehrgänge, Seminare und Fortbildungen in 2010 vornehmlich an den Wochenenden. Der Frauenanteil dabei stieg auf mittlerweile erfreuliche 17,5 Prozent. Die Ausbilder aus den verschiedenen Lehrgruppen hätten insgesamt fast 3100 Ausbildungsstunden abgeleistet. Für 2011 sind in Barrien 33 Lehrgänge und Fortbildungsveranstaltungen geplant. Darin enthalten sind auch das stark nachgefragte Seminarangebot „Neue Löschmittel und Löschverfahren“ sowie Fortbildungsveranstaltungen speziell für Jugendleiter, Gerätewarte, Gruppenführer, Ortsbrandmeister und Wettbewerbsrichter. „Einen Schwerpunkt bildet im kommenden Lehrgangsjahr die Weiterbildung durch die Einführung des Digitalfunks. An insgesamt acht Sonnabenden werden wir zunächst etwa 200 Führungskräfte in der neuen Funktechnik schulen“, berichtete Specht. Letztlich müssten in den nächsten Ausbildungsjahren alle fast 1400 Sprechfunker als Endanwender mit der neuen Technik vertraut gemacht werden, erläuterte Specht.
Bei zwei Maschinistenlehrgängen beteiligten sich im vergangenen Jahr 37 Feuerwehrleute. Ralf Ebert als Lehrgruppenleiter für den Bereich Atemschutz bildete mit seinen Ausbilderkollegen im letzten Jahr 52 Einsatzkräfte zu neuen Geräteträgern aus. Das neue Notfalltraining für Atemschutzgeräteträger besuchten 34 Feuerwehrleute. 744 Kameradinnen und Kameraden durchliefen außerdem die Atemschutzteststrecke bei der FTZ zum jährlich geforderten Nachweis, ob die Tauglichkeit für diese besondere Aufgabe noch vorhanden ist.
An den drei angebotenen Lehrgängen für neue Mitglieder in den Ortsfeuerwehren nahmen 85 junge Leute aus allen Ortsfeuerwehren des Nordkreises Diepholz teil. Im vierten Jahr wurde wieder zentral die Prüfung der sogenannten „Truppmannausbildung Teil 2“ an der Barrier Bildungsstätte abgenommen. Viermal führte Lehrgruppenleiter Bernd Scharringhausen einen Sprechfunkerlehrgang mit insgesamt 76 Teilnehmern durch. Hinzu kam die Fortbildung „Einsatzleitung und Kommunikation“ mit 20 Lehrgangsbesuchern. Zum dritten Mal wurde der Lehrgang „Die Feuerwehr im Gefahrstoffeinsatz“ angeboten. An dieser speziellen Fortbildung beteiligten sich 21 Feuerwehrleute.
Als neue Ausbilder konnte Hartmut Specht Andreas Steen (Asendorf) und Manuel Steinhauer (Lahausen) in der Lehrgruppe „Maschinisten“, Marco Schablowski (Barrien) für die Grundausbildung sowie Rolf Wiechmann (Brinkum) in der Lehrgruppe „Atemschutz“ begrüßen.
Dennis Petermann (Seckenhausen) wurde zum Löschmeister und Dennis Rösing (Seckenhausen) zum Oberlöschmeister befördert. Klaus Würdemann (Leeste) erhielt von Abschnittsleiter Michael Wessels die Ernennungsurkunde zum Hauptlöschmeister.
Mit Alfred Meyer (Groß-Mackenstedt) scheidet ein Kreisausbilder der „ersten Stunde“ aus Altersgründen aus. Specht bedankte sich für unzählige Ausbildungsstunden und das große Engagement des ehemaligen Gemeindebrandmeisters der Gemeinde Stuhr mit einem Essengutschein und einer Urkunde.
Ausgeschieden sind außerdem als Kreisausbilder in der Lehrgruppe „Technische Hilfe“ Bernd Segelhorst (Bassum) und Bernd Lapuks (Seckenhausen) sowie Dietrich Kothrade (Bramstedt) und Andreas Althaus (Gödestorf) aus der Lehrgruppe „Atemschutz“.
Hartmut Specht bedankte sich abschließend bei dem Ehepaar Kleemeyer für die stets gute Bewirtung in der FTZ-Kantine und bei den Kreisausbildern für ihren uneigennützigen Einsatz.

Foto v.l.n.r.: Hartmut Specht, Dennis Petermann, Dennis Rösing, Bernd Segelhorst, Rolf Wiechmann, Klaus Würdemann, Bernd Lapuks, Andreas Steen, Michael Wessels, Alfred Meyer
Text und Foto : Frank Tecklenborg / Kreisfeuerwehr
Das berichteten die Zeitungen über diesen Termin :
