Einsatz für die KFB 1 beendet
Bereitschaft unterstützt bei ersten Abwehrmaßnahmen gegen steigende Wasserpegel
Clenze (ah) - Am 07. Juni um 07:00 Uhr setzte sich die KFB 1 mit Thomas Erdt an der Spitze, mit 128 Einsatzkräften und 21 Fahrzeugen in Richtung Clenze (LK Lüchow Dannenberg) in Bewegung, um die dortige KFB 3 abzulösen. Begleitet wurde die Einheit durch den 2. stellvertretenden Kreisbrandmeister und Abschnittsleiter Michael Wessels und den stellvertretenden Pressesprecher Axel Hofmeister. Nach dem Eintreffen um 11:15 Uhr und dem Bezug der Unterkunft in einer örtlichen Schule erfolgte die Übergabe durch die Bereitschaftsführer. Anschließend rückten die Einsatzkräfte um 14:30 Uhr nach Gorleben ab, um an der dortigen Sandsackfüllstation die Arbeit aufzunehmen. Der erste Einsatztag endete um 21:00 Uhr, es wurden 12.500 Sandsäcke durch die vier Züge befüllt.
Am Samstag begann der zweite Einsatztag mit der Abfahrt in Clenze um 08:00 Uhr. Wieder ging es nach Gorleben, wo den ganzen Tag wieder Sandsäcke befüllt wurden. Im Laufe dieses Tages wurden die Einsatzkräfte neben vielen Bürgern aus Gorleben auch durch Einheiten von @Fire unterstützt. Am Nachmittag spitzte sich die Lage vor Ort zu, so dass ein Zug aus dem Einsatz heraus gelöst wurde um zwei Wohnhäuser durch einen etwa 50 m langen und 1 Meter hohen Sandsackwall vor eindringendem Wasser zu schützen. Aufgrund der Lageänderung musste das Befüllen der Sandsäcke durch die verbliebenen drei Züge nochmals deutlich erhöht werden, so dass am Ende des zweiten Einsatztages mehr als 35.000 Sandsäcke an die verschiedenen Einsatzstellen gelangten. Am Sonntagmorgen erhielt Bereitschaftsführer Thomas Erdt zunächst den Befehl mit der 4. Zug in Richtung Quanstedt, sowie mit den verbleibenden Zügen 1,2 und 3 nach Vietze zu fahren. Während der Anfahrt wurde diese Anforderung jedoch geändert und die vier Züge fuhren nach Gartow (Gartower See), um die vor Ort im Einsatz befindlichen Kräfte der BF Frankfurt bei der Deichsicherung zu unterstützen.
Zunächst wurde ein Tonnensystem zur Deichsicherung aufgestellt, als sich auch dort die Lage kurzfristig änderte weil, eine Landesstraße zu überfluten drohte und man fürchtete, dass die Wassermassen in den Ort Gartow laufen könnten. Hier wurde sofort damit begonnen, ein „Quick-Dammsystem“ der BF Frankfurt aufzubauen sowie diesen Damm mit dem Tonnensystem weiter zu verlängern und zu sichern, diese Arbeiten wurden durch ständig steigendes Wasser in einem mehr als 1 km langen Straßenverlauf halbstündlich deutlich erschwert. Gegen 18:00 Uhr wurde die KFB 1 durch eine Bereitschaft aus dem Landkreis Verden abgelöst, die dann sofort die begonnen Arbeiten fortsetzten. Nach einem warmen Essen traten die 128 erschöpften Einsatzkräfte um 18:45 Uhr den Rückmarsch in den Landkreis Diepholz an. Während eines technischen Stopps bedankte sich Bereitschaftsführer Thomas Erdt bei allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz, um den Bürgern in den Hochwassergebieten von Gorleben und Gartow zu helfen. Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle die tolle Verpflegung durch den Versorgungszug der Kreisfeuerwehr der neben dem Frühstück, in der Mittagszeit für warmes Essen und ein stärkendes Abendbrot sorgte.
